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Rückblick

Eigentlich wollte ich mit diesem Beitrag warten bis wir munter in zwei Wochen mit der ganzen Grundschule die große Ostereiersuche gemacht haben.

Aber ich konnte nicht anders als zu Papier (naja, fast) zu bringen, wie viel Spaß ich in der letzten Woche mit den Kindern hatte.

Zuerst habe ich mit einer kleinen Präsentation verschiedene Osterbräuche, costumbres de Pascua, in Deutschland vorgestellt. Die Präsentation bestand hauptsächlich aus vielen farbenfrohen Bildern, dazu einigen Vokabeln und einem Arbeitsblatt, bei dem es zu jedem Wort eine Buchstabenlücke auszufüllen galt. Momentan finde ich es noch sehr herausfordernd bei der Vorbereitung einzuschätzen, wie anspruchsvoll diverse Aufgaben sind. Auch von meinem „Wow, die sprechen hier ja wirklich fast gar kein Deutsch“-Schock habe ich mich erholt und erkannt, welche Chance in dieser Art von Herausforderung liegt. Meine Motivation noch schneller Spanisch zu lernen hat es alle mal gesteigert.

Die Oster Vokabeln

Zurück zu den Osterhasen. Die waren nämlich der absolute Renner. Vor allem, dass es die bei uns aus Schokolade gibt.

Obwohl keiner Rolfs Zuckowskis „Stups der kleine Osterhase“ verstanden hat, kam das Lied super an.

Danach haben wir Ostereier gefärbt. Dabei wurde mir bewusst, wie viel ich von diesen jungen Seelen lernen kann. In dem Moment, in dem jeder zu einem kleinen großen Künstler wurde, geriet die Außenwelt völlig in Vergessenheit. Die ganze Aufmerksamkeit lag bei den Pinselstrichen und den bunten Farben.

Da war zum Beispiel Victoria, die mit ihren neun Jahren aus ihren Eiern Einhörner und Osterhasen zauberte und was mir schlichtweg die Sprache verschlug. Und dann war da auch Juan, der sein Ei komplett schwarz anmalte und mir dann erklärte, dass das das „Batman“-Ei sei. Oder die Kinder, die ihre Eier nur zur Hälfte anmalten, aber fest überzeugt von der Gesamtheit ihres Werks waren. Sie haben mir damit gezeigt, dass es nicht auf das perfekte kommerzielle schicke pinterestfähige Osterei ankommt. Jeder und jede drückt sich auf seine und ihre Art aus.

Dabei gibt es kein richtig oder falsch. Dabei gibt es nur ein genau richtig. So wie es in diesem Moment ist.

Und um es mit den Worten von Maria Montessori zu sagen:

„Wenn Sie ihr Kind heute sauber abholen, hat es nicht gespielt und nichts gelernt.“

Na,was ist dein Lieblingsei?

Parallelklassen heißen hier nicht a und b, sondern rojo (rot) und amarillo (gelb) wegen der
Deutschlandflagge

Heute Morgen hat mir Anna eröffnet, dass wir sie zur Ostereiersuche als Osterhase verkleiden und sie dem Humboldt einen kleinen Besuch abstattet.

Hach, das wird ganz wunderbar.

Aber jetzt genieße ich erst einmal diesen sonnigen warmen Samstag und trinke einen Cappuccino mit Dulce de Leche in einem schönen Café bei der Plaza.

Fühl‘ dich ganz feste gedrückt. Ganz viel Sonne und Liebe und auch schon ein paar Ostergrüße!!

Fideralala, fideralala, fideralalalala.

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