Dadada da da da daaaaaa da. An dieser Stelle höre man die epischen Kläng, die untermalen wie ein mutiger Hobbit mit seinen Freunden und Gefährten durch spektakuläre Landschaften zieht.
Ich habe mich so sehr auf Neuseeland gefreut- auf frische Luft und endlich wieder wandern zu gehen. Gleichzeitig hatte ich auch Respekt davor, nein, war viel mehr gespannt darauf wie ich mich in einem Land fühle, in dem doch sehr „westlich“ gelebt wird. Schon bei meinem Stopover in Sydney habe ich mich wie in einer kleinen Blase gefühlt, als ich die Eile und die gestressten Gesichter vieler Menschen beobachtet habe.
Wird das ein Kulturschock 2.0?

Zurück zum Thema. Ich finde mich auf Waiheke, einer malerischen Insel vor Auckland, bei unseren Kiwi Freunden Mandy und Gwyn zitternd (weil 19 Grad) mit allen warmen Klamotten, die ich irgendwie dabei hatte, auf der Terrasse mit Blick auf das türkisblaue Wasser. Die wunderbare Nikki, meine Yogi Nachbarin aus Bali, die ich in Auckland wieder aufgegabelt habe, schaut mich ein bisschen planlos an. Wir hatten uns nach drei Wochen Trennung so viel zu erzählen, dass wir über eine Sache gar nicht gesprochen hatten- wie wir den nächsten Monat in NZ verbringen werden.
Alles halb so schlimm. Immerhin darf ich mein eigenes Abenteuer planen, was für ein Spaß!
Und dann geht es auch schon los. In drei Tage von Auckland an die Südspitze der Nordinsel nach Wellington.
Erster Stopp: Waitomo Glowworm Caves.
Ja, wir hätten eine Bötchenfahrt durch eine der Höhle, die die leuchtenden Würmchen beherbergt machen können. Aber wo wäre da der Spaß geblieben?
Nikki sagt: „Black Water Rafting? In einer Höhle? Ich?“
Grinsend erwidere ich: „Boot fahren können wir noch, wenn wir alt sind.“
Es war dunkel. Und eisig kalt. Und wir sind mit unserem Gummireifen rückwärts durch irgendwelche Wasserfälle gesprungen. Und haben Tausende von Glühwürmchen gesehen.

Zweiter Stopp: Daddaaaaa daaaaaaaa- Hobbiton. Movie Set.
Ganz aufgeregt vor Freude rutsche ich auf meinem Sitz hin und her. Gleich sind wir im Auenland.

Unser Guide kann sich einen schlechten Hobbit Witz nach dem anderen nicht verkneifen. Die skurrilste Geschichte handelt allerdings von den Menschen, die verkleidet und mit Lord of the Rings Tattoos ans Set kommen- letztens scheint sogar ein Pokémon zu Besuch gewesen sein (der hat sich dann wohl ein kleines bisschen im Filmset geirrt…).
Er kennt aber auch scheinbar jede Szene dieser Filme auswendig. Mein Herz hat er erobert, als wir am Tor zum Auenland stehen, er freudig die Faust in die Höhe reißt und ruft als sei er Bilbo Beutlin:
„I’m going on a adventureeeeeeee!‘
Lieblingswitz: What is the favorite fruit of a Hobbit? -Smellon.
(Jetzt sind die Kenner unter uns gefragt, wer hat aufgepasst?)
Am Ende unseres Besuchs bekommen wir noch im Green Dragon Inn einen Cider in die Hand gedrückt, zu dem wir natürlich nicht nein sagen.
Es mag ein ganz schöner Touristen Spaß sein. Wir hatten jedenfalls unsere Freude im Auenland.






Und ja, der kleine Hobbit hatte ganz Recht, wenn er sagt, dass er ins Abenteuer zieht.
Toll von Dir an dieser Stelle wieder etwas zu lesen. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Denn Du weißt ja:
One does not simply walk into Mordor
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