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Rückblick

„Wurdest du auch mit einem warmen Bula begrüßt?“

Das ist die scheinbar wichtigste Frage, die mir der freundlich lächelnde Fijianer an der Immigrationsbehörde stellt bevor er mir eine großartige Zeit auf der schönsten Insel der Südsee wünscht.

Neben der wartenden Touristenschlange stehen nämlich drei in blumigen Hemden und mit Muschelketten geschmückte Männer mit Gitarre und Ukulele sorgen mit fröhlicher Musik für die richtige Begrüßung.

BULA- Ein Lebensgefühl.

Diefijianische Begrüßung, die so viel mehr ist als das. Bula sagt man nicht einfach Bula lebt man. Es ist kein einfaches „Hallo“, das völlig emotionslos aus Anstand dahingesagt wird.

Bula ist ein „Hey, wie schön, dass es dich gibt!“, das immer mit einem herzensguten Lächeln gerufen wird.

Zwei Wochen bin ich auf den Yasawa-Inseln herum gehüpft.

Fiji ist nämlich gar keine einzelne Insel, sondern besteht aus über 300 kleinen Inseln.

Ich habe Sonnenaufgänge gesehen, die mich sprachlos gemacht haben, bin zum Rauschen der Wellen aufgewacht, lag an einsamen paradiesischen Stränden, saß an Lagerfeuern und habe nachts am Strand Himmel mit Millionen von Sternen gesehen, die mich demütig haben werden lassen.

Ich bin mit zwei Meter großen Bullhaien, durch den Garden of Eden bei Nacht mit grünem- galaktisch aussehenden- leuchtenden Plankton, durch die Caves of Babylon und all diese wunderbaren Riffe getaucht, habe gelernt zu schnorcheln und mit den Meeresbiologen auf den Inseln über Plastik im Pazifik und das Bleichen von Korallen diskutiert.

Auf meiner absoluten Lieblingsinsel habe ich auf einem Sunsetcruiser meinen Geburtstag mit ganz wundervollen Menschen gefeiert. Von denen habe ich sowieso so viele in nur so kurzer Zeit kennengelernt. Die Inseln sind scheinbar Zwischenstopp für viele Neuseelandreisenden, frischverheiratete auf abenteuerlicher Weltreise und Menschen auf der Suche nach dem einfachen Glück.

Und dann sind da noch die Fijianer, die schlicht und einfach zufrieden sind. Mit ihrer winzigen Insel, mit dem Wetter, mit ihren Mitmenschen und ihrem Leben.

Als ich mit meinem Tauchguide Songa zum Tauchen gefahren bin, kann ich mein Glück gar nicht fassen. Eine halbe Stunde später als geplant, weil unser Kapitän noch ein Nickerchen gemacht hat und nach dem Aufwachen fröhlich pfeifend den Strand zum Boot schlendert und „Fiji Time, Fiji Time“ ruft. Danach unter mir die Wellen und diese scheinbar unendliche Weite, Wind in meinen Haaren, strahlender Sonnenschein, ein noch strahlenderer Ozean und die hügeligen saftig grünen Inseln im Rücken. Songa grinst mich an und sagt:

„Du hast dieses Lächeln. Du bist auf Fiji angekommen.“

Was ich nicht hatte? Keine Schuhe, kein warmes Wasser, kaum Internet und keine Termine.

Damit hat es sich fantastisch leben lassen.

Noch nie habe ich an einem Ort so viel Lebensfreude verspürt wie hier.

Und wie ich jedes Mal aufs Neue auf einer Insel mit einem Willkommenslied am Strand und einem langen Abscheidslied und festen Umarmungen begrüßt und verabschiedet wurde, habe ich ganz bestimmt eins realisiert.

„If you can be right or kind, always choose to be kind. Then you will be right.“

Vinaka Vaka Levu [vielen Dank] Fiji. Es war mir eine Freude.

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