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Rückblick

Ganz aufgeregt stehe ich an der Immigration Behörde und kann gar nicht glauben, dass ich nun bin, wo ich schon so lange hinwollte.

Die Taxifahrt klammern wir an dieser Stelle. Es sei einfach gesagt, dass du wissen solltest wie viel der Spaß gewöhnlich kostet. Once in a lifetime 😉

Ubud hat mich zuerst einmal erschlagen. Genervt vom furchtbaren Verkehrschaos, den vollen Straßen voller Stände für Touristen, an denen Ausflugstouren gebucht werden können und die ständigen „Taxi, Miss, TAXI???“ Rufe gehen mir beim Ankommen gehörig auf die Nerven.

Wenigstens habe ich das richtige Händchen für ein süßes familiäres Hostel, wo ich mit offenen Armen empfangen werde. Die Hilfsbereitschaft dort (und jenseits der Touristentouren) ist überwältigend.

Enttäuscht frage ich mich wo denn nun die Reisfelder, die Wasserfälle, Tempel, Affen und Yogis sind. Und vor allem wie ich mich hier ohne Roller fortbewegen soll.

Ich brauche wirklich erst einmal einen Tag, um den Kulturschock zu verkraften.

Tempelanlage Goa Gajah

Die ersten zwei Tage in Ubud waren von vielen Höhen und Tiefen geprägt.

Zufällig und glücklicherweise ist in der Nähe von meinem Hostel die Yoga Barn und ich kann mich für den Abend in eine glückliche paradiesische Parallelwelt retten, die vielleicht auch nur eine Möglichkeit ist die Wirklichkeit anders zu sehen. Ich lerne eine österreichische Yogalehrerin kennen mit der ich mich bei einer Young Coconut, dem hiesigen Kokoswasser, und einem Bintang, dem hiesigen Bier über Gott und die Welt austausche.

Das Rauschen eines Wasserfalls, Vogelzwitschern, organic food und eben Yoga. Das alles existiert tatsächlich in Ubud, man muss aber den Rest ausblenden können. Alles eine Frage des richtigen Filters.

Das für Preise hier „teuere“ organic food in der Yoga Barn für ca. 5€

Der Hinduismus, der Verkehr, die Indonesischen Rupiah (1.000.000 IDR sind gerade einmal 58€), die meiner Meinung nach wirklich schreckliche Sitte zu handeln und Touristen abzuzocken, sind wirklich neu für mich.

Der Hostelpapa redet gerne und viel mit mir. Leider verstehe ich nur die Hälfte, schenke ihm aber immer eine lächelndes Nicken. Als er verständnislos von den sich betrinkenden Australiern im Hostel erzählt, hält er inne und sagt

“ Weißt du, ein ehrliches Lächeln ist die direkte Verbindung zum Herzen eines Anderen“

Was ich am besten kann 🙂

Tatsächlich fühle ich mich im Bezug auf diese Eigenschaft der Menschen hier pudelwohl. Lächeln, immer und überall. Ohne schief angeschaut zu werden. Noch nie habe ich so viel Aufrichtigkeit geschenkt bekommen.

Ich habe meine Zeit gebraucht, um mit der Kultur warm zu werden. Augen zu und durch. Einatmen. Ausatmen. Alles eine Frage des Flows.

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